Ein FWF-Forschungsprojekt am Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zum Dispositiv Kärnten/Koroška und zur Erinnerung an die Volksabstimmung 1920

Aktuelles

Vision Carinthia 2020+ – Onlinebefragung
Vision Carinthia 2020+ ist eine Onlinebefragung, die im Rahmen der Mobilen Ausstellung von „CARINTHIja 2020 – Ein Land in Zeitreisen und Perspektiven“ stattfindet. In der Umfrage werden mutige und provokante Zukunftsbilder – Visionen eines anderen, zukünftigen Kärntens – zur Disposition gestellt und die Teilnehmer*innen ermutigt, Kärnten als Teil des Alpen-Adria-Raumes und eines gemeinsamen Europas zu imaginieren. Sie können die dargebotenen Visionen bewerten und am Ende eigene Vorstellungen, Wünsche und Hoffnungen formulieren. 

Die Befragung wurde in enger Kooperation zwischen dem Team der Mobilen Ausstellung und dem Institut für Kulturanalyse ausgearbeitet und wird von Dr.in Ute Holfelder, wissenschaftliche Mitarbeiterin im FWF-Projekt „Performing Reality“, Univ.-Prof. Dr. Klaus Schönberger, Vorstand des Instituts für Kulturanalyse, und Ao. Prof. Dr. Guido Tiemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Kulturanalyse und Associate Professor für Vergleichende Europäische Politikwissenschaft am Institut für Höhere Studien Wien (IHS), begleitet sowie von Roland W. Peball M.A. durchgeführt. Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Neuerscheinung im April 2020: "Dispositiv Kärnten/Koroška oder Das andere Land"

Die Autor*innen präsentieren die Neu-Erscheinung, die ein Teil des dreijährigen kunstbasierten FWF-Forschungsprojekts „Performing Reality. Dis- und Reartikulation des Dispositivs Kärnten/Koroška“ ist.

Aus verschiedenen Perspektiven untersucht „Dispositiv Kärnten/Koroška“ den Umgang mit der Erinnerung an die Kärntner Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920. Im Zentrum steht die Frage, warum das jährliche Gedenken an diesem Tag ein Jahrhundert lang vom deutsch-nationalen Pathos des sogenannten Abwehrkampfes bestimmt wurde und warum der Konflikt um den Stellenwert der slowenischen Sprache in Österreichs südlichstem Bundesland so lange schwelen konnte. 

Denn: Lässt sich dieses Plebiszit wirklich nur als Fortsetzung der militärischen Auseinandersetzungen denken? Müsste der 10. Oktober nicht viel eher als Tag der direkten Demokratie gefeiert werden? Stünde Kärnten die Identifikation mit der Rolle des Vorreiters für friedliche Konfliktlösungen in Europa nicht viel besser zu Gesicht als das Beharren auf soldatischem Heldentum?

Mehr dazu finden Sie hier

Über das Projekt

Das Projekt „PERFORMING REALITY – Dis- und Re-artikulation des Dispositivs Kärnten/Koroška. Eine künstlerisch-forschende und kulturwissenschaftliche Ko-Produktion zum 100. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung“ – wird aus Mitteln des FWF (Peek Projekt AR 449) gefördert und am Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) durchgeführt. Weiterlesen

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