Ein FWF-Forschungsprojekt am Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zum Dispositiv Kärnten/Koroška und zur Erinnerung an die Volksabstimmung 1920

Aktuelles

Ausstellung „Kärnten Koroška von A bis Ž“

Die Ausstellung in der Stadtgalerie Klagenfurt ist bis zum 17. Jänner 2021 geöffnet. Aufgrund der aktuellen Situation kann sie zurzeit jedoch nicht besichtigt werden. Es wird außerdem gerade an einer Verlängerung der Ausstellung gearbeitet. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Neuerscheinung im Oktober 2020: "Spaziergang durch Celovec / Sprehod po Klagenfurtu"

Der öffentliche Stadtraum ist voll von Zeichen, die an die Geschichte einer Stadt erinnern und Zeugnis ablegen über den Umgang mit der Erinnerung. Das ist auch in Klagenfurt der Fall, wo sich – neben anderen Erinnerungsspuren – zahlreiche Hinweise auf die die Kärntner Landesgeschichte prägenden Ereignisse rund um das Plebiszit von 1920 finden.

In diesem Buch, das im Studiengang Angewandte Kulturwissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entstanden ist, werden Erinnerungsspuren wie Straßennamen, Erinnerungstafeln und Denkmäler erläutert und historisch eingeordnet. Mithilfe des beigelegten Stadtplans und zwei vorgeschlagenen Spaziergängen können die Leser*innen diese bisweilen umstrittenen Erinnerungsorte aufsuchen und sich vor Ort selbst ein Bild machen. 

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Neuerscheinung im März 2020: "Dispositiv Kärnten/Koroška oder Das andere Land"

Die Autor*innen präsentieren die Neu-Erscheinung, die ein Teil des dreijährigen kunstbasierten FWF-Forschungsprojekts „Performing Reality. Dis- und Reartikulation des Dispositivs Kärnten/Koroška“ ist.

Aus verschiedenen Perspektiven untersucht „Dispositiv Kärnten/Koroška“ den Umgang mit der Erinnerung an die Kärntner Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920. Im Zentrum steht die Frage, warum das jährliche Gedenken an diesem Tag ein Jahrhundert lang vom deutsch-nationalen Pathos des sogenannten Abwehrkampfes bestimmt wurde und warum der Konflikt um den Stellenwert der slowenischen Sprache in Österreichs südlichstem Bundesland so lange schwelen konnte. 

Denn: Lässt sich dieses Plebiszit wirklich nur als Fortsetzung der militärischen Auseinandersetzungen denken? Müsste der 10. Oktober nicht viel eher als Tag der direkten Demokratie gefeiert werden? Stünde Kärnten die Identifikation mit der Rolle des Vorreiters für friedliche Konfliktlösungen in Europa nicht viel besser zu Gesicht als das Beharren auf soldatischem Heldentum?

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Über das Projekt

Das Projekt „PERFORMING REALITY – Dis- und Re-artikulation des Dispositivs Kärnten/Koroška. Eine künstlerisch-forschende und kulturwissenschaftliche Ko-Produktion zum 100. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung“ – wird aus Mitteln des FWF (Peek Projekt AR 449) gefördert und am Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) durchgeführt. Weiterlesen

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